„Hast Du Aua“

COL Junge mit Down-Syndrom und nichtbehindertes Mädchen spielen in einem integrativen Kindergarten mit Bauklîtzen

„Hast Du Aua – Kinderfragen beantworten

 

Kinder stellen unbefangen Fragen. Auch in Bezug auf Menschen mit Behinderungen gehen Kinder unvoreingenommen und unbefangen auf Menschen zu. Erst im Laufe der Sozialisation werden Stereotype und Vorurteile gelernt. Insbesondere, wenn kein Kontakt zu Menschen mit Behinderung bestehen. Studien und Erfahrungen lehren, dass wenn Kinder Kontakt zu Eltern, Kinder, Freunden und Bekannten mit Handicap haben.

Wir wollen mit unserem Projekt Begegnungen schaffen. Kindergärten und Grundschulen sind Orte der Begegnung und des Lernens und diese möchten wir mit außerschulischen Angeboten kombinieren. Unser Pädagogisches Ziel: Es ist normal, verschieden zu sein. Heterogenität soll ressourcenorientiert und wertschätzend begegnet werden. Unsere Angebote finden außerhalb der Schule statt und sollen in der Freizeit ergänzend zu den Aktivitäten in der Schule sein und das dort angestoßene weiter verfestigen. Sie sollen im Lebensraum Freizeit und Familie stattfinden

Zielgruppe sind vor allen Dingen Kinder, die bisher keine oder kaum Möglichkeiten hatten in Begegnung mit Menschen mit Behinderung zu kommen.

Konkret sind dieses folgende Aktivitäten.

  • Gesprächsrunden mit Menschen mit Behinderungen. Menschen mit Behinderungen erzählen aus ihrem Alltag
  • Gemeinsame Einkaufen gehen mit Menschen mit Behinderungen
  • Gemeinsame Ausflüge in die Natur rund um Oberteuringen (gemeinsam das Wohnumfeld kennenlernen)
  • Feste Feiern wie gemeinsames Grillen, religiöse Feste, Fasnet etc.
  • Ergänzende Angebote zu den Aktivitäten durch das Haus am Teuringer (https://www.oberteuringen.de/,Lde/Haus+am+Teuringer.html) sowie der Grundschule Oberteuringen (https://www.teuringer-tal-schule.de/) mit ihren Integrationsklassen
  • Ansprache der örtlichen Vereine und Gesprächsrunden mit Menschen mit Behinderungen etc.
  • Elternarbeit zum Thema Inklusion

 

Veränderungen durch das BTHG

Das BTGH hat die Behinderungsbegriff entsprechend des ICF und der Behindertenrechtskonvention im Sozialgesetzbuch IX geändert und eine Wechselwirkung zwischen den Funktionsbereichen und den einstellungs- und umweltbezogenen Barrieren. Wir wollen insbesondere an den einstellungsbezogenen Barrieren arbeiten. Dieses soll  durch Elternarbeit und Zusammenarbeit mit Erziehern und Lehrern erreicht werden

Mit Weiterbildungsangeboten möchten wir Erzieher/innen und Lehrer/innen das bio-psycho-soziale Behinderungsmodell näher bringen.

Themen dieser Weiterbildung sollen sein:

-Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention und UN Kinderrechtskonvention

– Umgang mit Behinderungen/ Einstellungsbedingte Barrieren/ bio-psycho-soziale Behinderungsmodell

– Methodisch-didaktische Umsetzung des Themas Behinderungen in Kindergruppen

– Kompetenzorientierung von pädagogischen Fachkräften als Voraussetzungen für Inklusion

– Die eigene Rolle/eigene Erfahrungen als Pädagoge mit Handicaps

– Organisationsformen Inklusiver

 

Was machen wir?

Wir erleben,  dass  Kinder  am  intensivsten  und  nachhaltigsten  durch  eigene  Erfahrungen lernen,  die  auf  selbständigem   oder  angeleitetem  Handeln  beruhen,  wobei  nicht  das Ergebnis, sondern der Prozess im Vordergrund steht. Am besten funktioniert das Erfahrungslernen in inklusiven Kindergärten und Grundschulen. Wir wollen die Lücke in den Institutionen schließen, in denen die Kinder keine Berührung mit Kindern oder Erwachsenen mit Handicap haben. Gemeinsam mit den Erzieher/innen und Lehrer/innen entwickeln wir eine Handreichung wie der Besuch von Menschen mit Behinderung vorbereiten werden soll und wie wir den Tag des Besuch gemeinsam gestalten.