10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland

Inklusionsbotschafter Thomas Schalski fordert mehr Tempo für die Inklusion

Bodenseekreis: Anlässlich des 10jährigen Jubiläums zum Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland am 26. März 2009 fordern die derzeit 100 Inklusionsbotschafter*innen mehr Tempo bei der Verwirklichung der Inklusion und für die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. „Vieles geht in Deutschland in Sachen Inklusion viel zu langsam. Doch Inklusion geht uns alle an und wir alle können in den Bereichen, in denen wir aktiv sind, etwas ganz Konkretes tun, damit behinderte und nichtbehinderte Menschen gleichberechtigt leben können und von Anfang an willkommen sind“, erklärte Thomas Schalski, Inklusionsbotschafter der Interessensvertretung Selbstbestimmtes Leben. Das Projekt wird vom Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmtes Leben in Deutschland (ISL) noch bis Ende 2019 durchgeführt und von der Aktion Mensch Stiftung gefördert

„Inklusion ist kein bloßes Wunschdenken, sondern ein von den Vereinten Nationen festgeschriebenes und von Deutschland 2009 ratifiziertes Menschenrecht, das endlich konsequent umgesetzt werden muss. Denn die Alternative ist, dass wir weiterhin akzeptieren, dass behinderte Menschen an den Rand gedrängt, diskriminiert und ausgegrenzt werden. Viele gute Beispiele zeigen einerseits, dass behinderte Menschen, wie alle anderen auch, mitten in der Gesellschaft leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können, wenn sie die entsprechende Unterstützung und Rahmenbedingungen bekommen. Andererseits werden beispielsweise täglich neue Barrieren aufgebaut, weil es keine klaren und verbindlichen Regeln gibt, die eingehalten werden müssen. Inklusion beschränkt sich dabei nicht nur auf behinderte Menschen, sondern betrifft alle Menschen“, erklärte Inklusionsbotschafter Thomas Schalski. Bundesweit setzen sich derzeit 100 Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen in ihrem Umfeld und Wirkungskreis dafür ein, dass mehr Inklusion gewagt und diese konkret umgesetzt wird.

„Ich setze mich für eine Leichte Sprache ein, damit alle verstehen können, worum es geht. Denn als Mensch mit einer Lernschwierigkeit erlebe ich oft, wie lange Sätze und Fremdwörter mir und anderen das Leben schwer machen“, erklärte Thomas Schalski, der sich als Inklusionsbotschafter für die Übersetzung von Informationen in Leichte Sprache einsetzt. “Wir, Inklusionsbotschafter Thomas Schalski und der Verein Bürger für Bürger e.V. führen im September 2019 ein Seminar für alle Interessierte zur Leichten Sprache im Bodenseekreis durch. Darüber hinaus werden wir auf die Behörden im Landkreis zugehen, um für die Leichte Sprache zu werben.

So wie er engagieren sich Inklusionsbotschafter*innen beispielsweise für barrierefreie Verkehrsmittel und Wohnungen, für inklusive Kultur- und Freizeitangebote, sowie für inklusive Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten.

Link zu Informationen zum Inklusionsbotschafter*innen-Projekt sowie zu den Porträts und Berichte über Aktivitäten der einzelnen Inklusionsbotschafter*innen:

http://www.isl-ev.de/index.php/aktuelles/projekte/inklusionsbotschafterinnen

Neues vom Trägerverein

Der Verein Bürger für Bürger bietet jeden Donnerstag von 16.00-19.00 Uhr in der EUTB Beratungsstelle, Tavernengasse 4, 88094 Oberteuringen eine kostenlose Erstberatung im Rahmen seiner Sozialen Sprechstunde an. Wir sind unabhängig von Leistungsträgern, Leistungserbringern und Verbänden. Bei uns müssen nicht Mitglied sein. Wir beraten in folgenden Bereichen

Pflegeberatung:

  • Einstufung in die Pflegegrade
  • Unterstützung bei der Suche nach Pflegedienstleistern
  • Widerspruch gegen einen ablehnenden Pflegebescheid
  • Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Tagepflege
  • Hilfsmittel/Pflegehilfsmittel
  • Pflegeversicherung

Sozialversicherungsrecht:

  • Gesetzliche Unfallversicherung (Arbeitsunfall, Wegeunfall, Berufskrankheit)
  • Arbeitslosenversicherung
  • Rentenversicherung (Erwerbsminderungsrente, Altersrente, Witwen/Witwerrente, Rehabilitation)
  • Krankenversicherung (Arbeitsunfähigkeit, Hilfemittel, Therapie etc.)

Soziales Entschädigungsrecht

  • Versorgungsrecht nach BVG (Kriegsopferfürsorge etc.)
  • Impfgeschädigte
  • Opfer von Gewalttaten
  • Wehr/Zivildienstgeschädigte
  • Opfer der SED und Stasi Gewaltherrschaft

Schwerbehindertenrecht

  • Schwerbehindertenausweis
  • Neufeststellungsanträge
  • Verschlimmerungsanträge

Sozialhilferecht und Grundsicherung Arbeitslosigkeit

Egal ob der Anspruch auf Krankengeld, Antrag auf Erwerbsminderung oder auch der Antrag auf Einstufung eines Pflegegrades abgelehnt wurde oder sie mit der Einstufung einer Behinderung nicht einverstanden sind, sie von der Unfallversicherung nach einem Arbeitsunfall im Stich gelassen wurden, wir können Sie beraten und weiterhelfen.

Berater: Anita Schalski, Pflegeberaterin und Thomas Schalski, Rechtsbeistand für Sozialrecht

Wir bitten um telefonische Anmeldung unter: 07546 / 9299901

Neue Angebote:

Ab sofort bietet der Verein eine seniorenorientierte Teilhabeberatung an. Rentnerinnen und Rentner werden vom Verein Bürger für Bürger bei der Antragstellung von sozialen Leistungen, beim Ausfüllen von Formularen unterstützt und bei Behördengängen begleitet.

Zur Zeit lässt sich der Verein darüber als Unabhängige Beratungsstelle gem. § 7b  SGB XI anerkennen. Nach Anerkennung wird der Verein dann Pflegeberatung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen in Form von Pflegebegleitern im Bodenseekreis anbieten. Mit der Projektleitung wurde Pflegeberaterin Frau Emma Immel aus Überlingen beauftragt. Pflegebegleiter unterstützen pflegende Angehörige und entlasten diese durch Gespräche.

Das Angebot ist nachbarschaftlich, unentgeltlich und offen. Es ist geprägt vom gemeinsamen Lernen im Austausch, vom Geben und Nehmen zwischen den pflegenden Angehörigen und den Pflegebegleiterinnen und Pflegebegleitern.

Für dieses Projekt suchen wir noch ehrenamtlich Personen, die gerne zu hören und Gespräche führen. Die eingesetzten Pflegebegleiter/innen werden für diese Aufgabe geschult Die Schulung umfasst 60 Stunden. Mehr Infos unter www.pflegebegleiter.de

Interessierte melden sich bei Frau Immel unter 07546/9299901

Sozialminister besucht EUTB

Heute hat Sozialminister Lucha die EUTB Bodensee besucht und sich über die Arbeit berichten lassen. Eine gute Nachricht hat er mitgebracht, nämlich das Baden-Württemberg die Entfristung der EUTB beim Bund beantragt hat. Er versprach auch intern prüfen zu lassen, ob der KVJS unbürokratisch einen barriefreien Umbau der Toilette finanzieren kann.

Auf dem Bild von links: Sozialminister Lucha, Leiter der EUTB Thomas Schalski, EUTB Beraterin Anita Schalski, Bürgermeister Messmer von der Gemeinde Oberteuringen, Annika Taube Inklusionsbeauftragte der Gemeinde Oberteuringen

Anwalt sein für Menschen mit Behinderungen

Ein Beratungsangebot von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung – das bietet seit einem Jahr die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) Bodensee-Oberschwaben in Oberteuringen. Über 100 Beratungen haben Thomas Schalski (53) und sein kleines Team in den vergangenen zwölf Monaten durchgeführt.

mehr dazu:https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/oberteuringen_artikel,-anwalt-sein-f%C3%BCr-menschen-mit-behinderung-_arid,11004604.html?fbclid=IwAR2pYKxC1Hky4oit3sTBtyY44aCIm_N6O0p6_KPVJyihcS00giz3qP_TsS0

Besuch aus der Schweiz

Der Geschäftsführer Rainer Hartmann und Bereichsleiter Raphael Inderkum der Stiftung Domino aus dem schweizerischen Aargau informierten sich vor kurzem in der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) Bodensee/Oberschwaben über Konzept und Beratung der Teilhabeberatung. Der Leiter der EUTB und Inklusionsbotschafter Thomas Schalski informierte dabei umfassend über die Ausschreibung, die Finanzierung, das Konzept und den Beratungsansatz der EUTB.

mehr dazu: https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39511/Besuch-aus-der-Schweiz-in-Teilhabeberatungsstelle.htm

Schweizer besuchen EUTB Bodensee/Oberschwaben

Geschäftsführer Rainer Hartmann und Bereichsleiter Raphael Inderkum von der Stiftung Domino aus dem schweizerischen Aargau informierten sich heute in der EUTB über Konzept und Beratung der Teilhabeberatung. Der Leiter der EUTB Thomas Schalski informierte umfassend über Ausschreibung, Finanzierung, Konzept und Beratungsansatz der EUTB. Hintergrund des Treffens ist, dass die Stiftung Domino eine unabhängige Beratung nach dem Peer-Counseling Konzept im Kanton Aargau plant und ins Leben rufen will. Daher drehten sich die Schwerpunkte des Gesprächs um die Beratung von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung. Auf Einladung der beiden Schweizer wird das EUTB Team im Frühjahr zu einem Gegenbesuch in die Schweiz fahren und sich über die Schweizer Bemühungen zur Umsetzung der UN Behindertenkonvention zu informieren. Thomas Schalski freute sich über die Initiative der Schweizer und stellte fest, dass in Zukunft ein kontinuierlicher Austausch stattfinden soll. Zum Schluss überraschte Rainer Hartmann mit einem Gastgeschenk, dass die Mitarbeiter der EUTB begeisterte. Wir wollen diese Figur zu unserem Maskottchen machen. Wir hat einen Namen hierfür? Für den besten Namen loben wir einen Betrag von 100 € aus.

Hinweis zur Domina Stiftung:http://www.stiftung-domino.ch/ueber-uns